Woran ihr euch wirklich erinnert
- Katharina Lott

- 3. Dez.
- 3 Min. Lesezeit
Kennt ihr das?
Wenn ihr an besondere Momente zurückdenkt, tauchen selten komplett durchgeplante Tage vor eurem inneren Auge auf. Stattdessen sind es kleine Augenblicke, die sich eingeprägt haben:
Vielleicht denkt ihr an Albernheiten mitten im Umzugschaos, zwischen Kisten, halb aufgebauten Möbeln und einem Pizza-Picknick auf dem Boden.
An eine Geburtstagstorte, die gründlich misslungen ist – und an das Kuchenessen im spontan entdeckten Café, das seitdem zu eurem Lieblingsort geworden ist.
An einen Ausflug, bei dem das eigentliche Ziel geschlossen war – und an den Spaziergang durch die Umgebung, der euch eine Ecke Natur geschenkt hat, die ihr sonst nie entdeckt hättet.
Wenn ihr an solche Momente denkt, fällt wahrscheinlich vor allem eines auf:
Sie waren nicht perfekt. Und trotzdem gehören sie zu euren liebsten Erinnerungen.
Wenn ihr bald heiraten möchtet, steht eure Hochzeit vielleicht gerade irgendwo zwischen Kalender, Kopf und Herz – ihr plant schon intensiv oder steckt mitten im Alltag und tragt den Gedanken eher leise mit euch herum.
Egal, wo ihr gerade seid, eine Frage darf euch immer begleiten:
Was brauchen wir wirklich, damit sich dieser einmalige Tag nach uns anfühlt?
Zwischen Pinterest-Pins, To-do-Listen und Excel-Sheets wächst natürlich die Vorfreude – aber manchmal auch der Druck.
Wer muss eingeladen werden?
Ist eine kleine Hochzeit „genug“?
Könnten wir unseren Gästen eine Trauung im Ausland „zumuten“?
Was wäre, wenn ihr nichts „beweisen“ müsstet?
Das, was euren Tag wirklich trägt, kann man nicht durchplanen. Aber man kann ihm Raum geben – indem ihr bei euren Entscheidungen immer wieder zu euch zurückkehrt.
Größe & Gästeliste: Nähe statt Pflichtgefühl
Die Gästeliste ist oft die Stelle, an der Erwartungen am lautesten werden.
„Den Onkel könnt ihr nicht weglassen.“
„Wenn ihr sie einladet, müsst ihr aber auch…“
Solche Sätze können lange nachhallen und ein wirklich schlechtes Gewissen verursachen, gerade wenn sie von Familie und Freunden kommen.
Verliert euch als Paar dabei jedoch nicht aus den Augen. Jeder Mensch ist anders und hat andere Bedürfnisse. Hilfreich könnten daher Fragen wie diese sein:
Mit wem können wir so sein, wie wir sind – ohne uns zu verstellen?
Wer würde unseren Tag wirklich mittragen – und nicht nur zuschauen?
In welcher Gruppengröße fühlen wir uns sicher und nah?
Eine kleine, bewusste Runde bedeutet nicht, dass euch etwas fehlt. Sie bedeutet, dass ihr eure Energie schützt – damit Platz für echte Begegnung bleibt.
Format & Ort: Zuhause, unterwegs oder zu zweit?
Ob ihr in eurer Heimatstadt feiert, am Meer mit einer Handvoll lieber Menschen oder ganz intim zu zweit – jedes Format erzählt etwas darüber, was ihr braucht.
Eine kleine Feier im nahen Umfeld gibt euch Vertrautheit, kurze Wege und das Gefühl von „Wir sind hier zuhause“.
Eine Destination Wedding im kleinen Kreis schenkt euch gemeinsame Tage mit euren Liebsten statt nur eines einzelnen Abends – Zeit, um wirklich anzukommen.
Ein Elopement zu zweit bedeutet, euren Tag so zu gestalten, dass ihr euch nicht teilen müsst, sondern jede Minute miteinander bewusst erleben könnt.
Die Frage ist weniger, was von euch erwartet wird, sondern wo ihr durchatmen, präsent sein und euch wirklich begegnen könnt, wenn ihr „Ja“ zueinander sagt.
Trauung & Musik: Ein Rahmen, der euch hält
Die Trauung ist der Moment, in dem ihr euch am meisten zeigt. Ihr lasst andere an eurer Geschichte teilhaben, gebt euch vielleicht persönliche Versprechen und teilt echte Emotionen. Gerade deswegen braucht es einen Rahmen, in dem ihr euch geborgen fühlt.
Bei Rede und Musik könnt ihr euch fragen:
Haben wir das Gefühl, bei der Person, die unsere Trauzeremonie gestaltet, wirklich wir selbst sein zu können – und dass unsere Geschichte bei ihr gut aufgehoben ist?
Möchten wir selbst sprechen – oder manche persönlichen Worte nur unter uns behalten?
Welche Songs klingen nach „uns“ – vielleicht, weil sie uns im Alltag begleiten oder zu einem stillen Moment gehören, den nur wir kennen?
Wenn Worte und Live-Musik aufeinander abgestimmt sind, entsteht ein Ablauf, der euch trägt. Genau das ist unsere Aufgabe bei lots of love: Eine von uns erzählt eure Geschichte, einer übersetzt sie in Musik. So schaffen wir eine Trauung, in der ihr nicht „abliefern“ müsst, sondern einfach fühlen dürft.
Mit Erwartungen umgehen, ohne euch zu verlieren
Eure Bedürfnisse ernst zu nehmen, heißt oft auch: freundlich klar sein.
Ihr dürft Sätze sagen wie:
„Wir haben uns bewusst für eine kleine Runde entschieden, weil wir mit allen wirklich Zeit haben möchten.“
„Eure Unterstützung bedeutet uns viel. Gleichzeitig möchten wir, dass sich der Tag nach uns anfühlt – deshalb machen wir es so.“
„Danke für eure Ideen – wir bleiben bei unserer Planung, weil sie sich für uns stimmig anfühlt.“
Ihr müsst niemandem etwas beweisen. Es reicht, wenn sich eure Hochzeit für euch richtig anfühlt.
Wünscht ihr euch eine Trauung, in der eure Geschichte in Worten und Musik mitschwingt – und sich wirklich nach euch anfühlt?
Fotos:
1,3,4,6,7 Lena Ruschke @lenaruschkephoto
2,5 Goldregen Film & Foto @goldregen_film.foto


















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